JUNGE IDEEN – ERSTE ENTWÜRFE in Hohenschönhausen

 

Was bedeutet es, tagelang in Todesangst in einer Wasserzelle auszuharren, sein Kind durch Zwangsadoption zu verlieren, von seinen Liebsten getrennt zu sein oder seine Gedanken nicht frei äußern zu dürfen?

 

Was bedeutet es, tagelang in Todesangst in einer Wasserzelle auszuharren, sein Kind durch Zwangsadoption zu verlieren, von seinen Liebsten getrennt zu sein oder seine Gedanken nicht frei äußern zu dürfen? Studierende der TU Darmstadt nahmen sich dieses Themas künstlerisch-gestalterisch an und entwarfen ein Mahnmal für die Opfer. Um dieser schwierigen Aufgabe gerecht zu werden, setzten sie sich intensiv mit der Verfolgungsgeschichte in der DDR, aber auch mit ganz individuellen Schicksalen auseinander. Die Ergebnisse lassen sich sehen!

Studierende der TU Darmstadt stellten am Mittwochabend, den 25. März, in der Konrad-Adenauer-Stiftung ihre Entwürfe für ein Mahnmal vor. In der sehr gut besuchten Veranstaltung diskutierten Stephan Hilsberg, ehemaliger DDR-Bürgerrechtler und Mitglied der Initiative Mahnmal, Dr. Constanze Petrow, Betreuerin der studentischen Entwürfe, sowie Florian Mausbach, ehemaliger Bausenator von Berlin. 

 

Vorgestellt und diskutiert wurden vier Entwürfe: Patricia Pesch ("Unerfüllte Nähe"), Isabella Mugavero und Robert Maximilian Sand ("Wasserzelle"), Christian Margarait ("Die Gedanken sind frei"), Tung Bui ("Der geformte Mensch").

 

Den ausführlichen Bericht gibt es hier: "ERSTE IDEEN – JUNGE ENTWÜRFE", Ausstellungseröffnung und Diskussion am 25. März 2015 .

 

Am 9. September 2014 fand in der Deutschen Gesellschaft e.V. die Podiumsdiskussion „Menschenrechte leben- Leiden erinnern! Ein zentrales Mahnmal für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft“ statt.

 

Es diskutierten unter Moderation von Robert Ide (Tagesspiegel) der Totalitarismusforscher Prof. Dr. Eckhard Jesse (TU Chemnitz), der Journalist Dr. Jörg Kürschner (FV Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen), der Publizist Sergej Lochthofen sowie der Soziologe Prof. Dr. Manfred Wilke (Projektleiter, Institut für Zeitgeschichte München). Ziel der Diskussion war es auszuloten, welche Bedeutung ein zentrales Mahnmal in der heutigen Erinnerungslandschaft einnehmen soll.

Am 26. März 2014 fand mit sehr guter Zuschauerresonanz die Podiumsdiskussion "Wieviel Geschichte (v)erträgt Berlin - Ideen für die Gestaltung eines zentralen Mahnmals für die Opfer des Kommunismus in Deutschland" statt. In diesem Rahmen wurden auch die Siegerentwürfe des von der Bundesstiftung Aufarbeitung ausgelobten studentischen Gestaltungswettbewerbs "geschichtscodes" 2013 zum Thema "Entwurf für ein Denkmal für die Opfer der kommunistischen Diktatur in der SBZ und DDR" vorgestellt.