Am 11. Oktober 2016 wurde im Brandenburger Dom der Brandenburger Freiheitspreis vergeben. Erhalten hat diesen Preis das Menschenrechtszentrum Cottbus. Anwesend war der Schirmherr des Preises, Außenminister Frank-Walter Steinmeier.

Gino Kuhn, künstlerischer Mitgestalter des Menschenrechtszentrums Cottbus, und Mitglied der Mahnmalinitiative übergab Steinmeier Informationen und bat ihn, sich für das Mahnmal, insbesondere für die anstehende Anhörung im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages einzusetzen.

 

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

Stephan Hilsberg
Seit vielen Jahren betreibt die Initiativgruppe für ein Mahnmal für die Opfer des Kommunismus nun Lobbyarbeit, im wahrsten Sinne des Wortes. Sie betreibt „Mund-zu-Mund-Beatmung“ bei den für dieses Mahnmal wichtigen Politikern, hat viele Veranstaltungen organisiert und Events. Sie macht Öffentlichkeitsarbeit in unterschiedlichster Form.
Das Ganze geht nun schon über Jahre – und in wechselnder Besetzung. Die Initiativgruppe ist eine Projektgruppe, also eine

Arbeitsgruppe. In der Tat ist es harte Arbeit, die Idee für dieses Mahnmal im politischen Raum zu verbreiten und zu verankern.

Im Anschluss an unsere Postkartenaktion zur Information der Abgeordneten des deutschen Bundestages und den am 2. Oktober verabschiedeten Entschließungsantrag für ein zentrales Mahnmal, kommt es jetzt darauf an, dass auch der Entwurf für ein Errichtungsgesetz eingebracht und angenommen wird. Deshalb liegt der aktuellen Ausgabe unserer Zeitung „der Stacheldraht“ (8/2015) eine weitere Postkarte mit ausgewählten Schicksalen bei.

Im Entschließungsantrag des Deutschen Bundestags zum Jahresbericht der Bundesregierung zum Stand der Deutschen Einheit wird gefordert, „(...) das Gedenkstättenkonzept des Bundes im Sinne des Koalitionsvertrages von CDU/CSU und SPD weiterzuentwickeln und dabei im Besonderen eine in dieser Legislaturperiode anstehende Initiative des Deutschen Bundestages für ein Denkmal zur Mahnung und Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft an einem zentralen Ort in Berlin vorzubereiten und zu begleiten." (Drucksache 18/6188, S. 9, Nr. 15)

Die Initiative Mahnmal der UOKG e.V. hat in dieser Woche an den Deutschen Bundestag die erste von vier Postkarten versandt, in denen sie die Bundestagsabgeordneten auffordert, sich mit einem Entschließungsantrag für die Errichtung eines zentralen Mahnmals für die Opfer der kommunistischen Gewaltherrschaft einzusetzen.

 

Auf der Postkarte heißt es: „Helfen Sie den Opfern – unterstützen Sie einen Entschließungsantrag (…) und folgen Sie damit dem Beispiel vieler anderer europäischer Staaten.“